Flinthörnersspenden nach Odendorf und Bad Münstereifel

Flinthörnersspenden nach Odendorf und Bad Münstereifel

Eigentlich hatte Flinthörners-Vorstandsmitglied und Moderator Torsten Meyer geplant, das traditionelle Konzert „zwischen den Jahren“ zu nutzen, um über die Übergabe der Spenden an Opfer der Hochwasserkatastrophe im Juli im Westen Deutschlands zu informieren. Da der Auftritt im Haus der Insel vorsichtshalber abgesagt worden war, gab es jetzt eine Pressemitteilung. Der Chor hatte spontan im Sommer ein Benefizkonzert gegeben und zahlreiche weitere Spenden erhalten. Insgesamt konnten so mit 11.100 Euro große Not ein wenig gelindert werden.

Nach dem Konzert hatte es mehrere unterschiedliche Kontakte mit möglichen Spendenzielen gegeben, der Chor entschied sich schließlich die Summe je zur Hälfte Familie Euenheim, aus der Nähe von Euskirchen, zu der ein befreundeter Polizist aus Hennef einen Kontakt hergestellt hatte und dem Kinderschutzbund Bad Münstereifel, wo die Kindertagesstätte „Magische 12“ und der Jugendtreff „Kick“ arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren, zur Verfügung zu stellen.

Familie Euenheim lebt mit ihrer 1½-jährigen Tochter in Odendorf am Orbach, der kleine Bach war nach den Starkregenfällen zum reißenden Fluß angeschwollen. Als Torsten Meyer beim ersten telefonischen Kontakt vom Benefizkonzert des bis dahin bei der Familie unbekannten Chores zu Gunsten der Hochwasser-Opfer und der Spendensumme von 5.550 Euro berichtete, gab es spontan Tränen, die auch dem gestandenen Shantyman sehr nahe gingen.

Das sei zum 3. Mal in jüngster Vergangenheit großes Glück im Unglück in ihrem Leben, teilte Frau Euenheim mit. Glück, dass die Familie heile und unverletzt in der Flutkatastrophe aus dem stark beschädigten Haus gekommen sei, Glück, als vor etwas mehr als einem Jahr die Tochter mit nur 370 Gramm Lebendgewicht zur Welt kam und überlebte, und nun Glück, dass ein Shantyman ausgerechnet am „Weltfrühchentag“ anrufe und die frohe Kunde über solch eine tolle Spende überbringe.

Bei einem Besuch vor Ort konnte sich Torsten Meyer bei ihrem Mann, der auch in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert ist, informieren, wofür das Geld benötigt wurde. Er schickte Video-Material und Fotos auch aus seinem Einsatz. Das schon alte Haus sei nicht mehr bewohnbar gewesen, der Wasserpegel habe etwas unterhalb der Fenster im ersten Obergeschoss gestanden.

Auf der Shantychor-Weihnachtsfeier wurde dann spontan von einem Mitglied angeboten, die Familien für eine Woche nach Langeoog einzuladen. Das will die Familie gerne annehmen, wenn alles erst wieder eingerichtet ist.


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